Lesbos: Aus der Hölle in den Himmel und zurück

Abdul und Rabia (Namen geändert) sind auf der Flucht vor dem Krieg in Afghanistan im Sommer 2019 mit ihren drei Kindern auf Lesbos angekommen. Es dauerte zwei Jahre, bis sie schließlich die Anerkennung als Flüchtlinge erhielten. Während dieser Zeit lebten sie in allen vier Lagern auf der Insel: zuerst in Moria, dann in dem von einer Solidaritätsinitiative organisierten Camp Pikpa, dann im Familienlager Kara Tepe und schließlich im neuen Camp, das nach dem Brand in Moria errichtet wurde.

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Räumung des Pikpa-Camps: „Armutszeugnis für die EU“

Der heutige Besuch des griechischen Außenministers in Berlin macht noch einmal deutlich: Die jüngste Räumung des Vorzeige-Camps Pikpa, in dem unser Partner Lesvos Solidarity Geflüchteten eine würdige Unterbringung bot, ist ein weiterer Tiefpunkt der europäischen Migrationspolitik. „Acht Jahre menschenfreundliche Arbeit, für viele bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit – heute morgen ausradiert“, schreibt uns eine freiwillige Helferin noch am selben Tag entsetzt. „Soll nicht mehr gelten, nicht zählen. Gilt aber trotzdem. Zählt trotzdem!“ weiterlesen