Proteste in Haiti gefährden Projektarbeit

Leute demonstrieren mit selbst geschriebenen Plakaten
Schon im Sommer gab es erste Demonstrationen gegen die Veruntreuung von Geldern

Haiti ist in Aufruhr: Seit mehr als einer Woche demonstrieren die Menschen gegen den amtierenden Präsidenten Jovenel Moïse. Sie werfen ihm vor, Korruptionsermittlungen gegen die Regierung seines Vorgängers und Ziehvaters Michel Martelly zu behindern. Die wütenden Proteste haben bereits mindestens elf Menschenleben gefordert. Auch unsere Projekte sind unmittelbar davon betroffen.

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Gewalt in Chile: Polizei ermordet jungen Mapuche

Zwei junge Mapuche-Männer
Camilo Catrillanca ist das jüngste Opfer der Polizeigewalt gegen Mapuche in Chile. Das Bild zeigt ihn bei einem Seminar unseres Partners ANIDE im Jahr 2011. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)

Am 14. November erschoss eine Spezialeinheit der chilenischen Militär-Polizei Camilo Catrillanca (24). Er gehörte der ethnischen Minderheit der Mapuche an. Bereits als Jugendlicher engagierte er sich gegen die Unterdrückung der Mapuche-Gemeinden und den Verlust ihres Landes an Großgrundbesitzer. Seine Ermordung löste in ganz Chile eine Welle von Protesten aus. Der Chef der Regionalverwaltung der Region Araukanien, in der Catrillanca lebte, musste nach Falschaussagen bereits zurücktreten. Demonstranten fordern nun auch den Rücktritt von Innenminister Andrés Chadwick. Bewirkt Catrillancas Tod endlich ein Umdenken gegen die Gewalt in Chile?

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Tausende auf der Flucht aus Mittelamerika

Seit Tagen berichten die Medien über Tausende von Flüchtlingen, die aus Mittelamerika Richtung US-Grenze durch Mexiko ziehen. Nach UN-Angaben sollen es mittlerweile 7.000 Menschen sein. Sie fliehen vor Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit aus ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Guatemala. Die Kindernothilfe-Partner in Honduras und Guatemala sind besorgt: Die aktuellen Umstände der Flucht bergen viele Gefahren. weiterlesen

Indonesien: Trauma- und Bildungs-Workshops für Pädagoginnen

Pädagoginnen lernen u. a., ihre eigenen Traumata zu überwinden (Quelle: AMURT)

Erst kam das Erdbeben, danach der Tsunami. In Indonesien ist aktuell vor allem der Palu-Distrikt krisengebeutelt. Um dem gemeinsam entschlossen entgegenzuwirken, bietet unsere Partnerorganisation AMURT ab sofort Workshops und psychosoziale Unterstützung an. Das Ziel: Insgesamt 600 Grundschullehrerinnen und Kindergärtnerinnen mental zu unterstützen. Der Pilotworkshop stieß auf sehr großes Interesse. Offizielle des Bildungsministeriums im Palu-Distrikt arrangierten spontan eine Ausweitung der Schulungen.

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Bangladesch: Die Geschichten der Rohingya

Hunderttausende Rohingya-Familien sind auf der Flucht vor Gewalt, Zerstörung und Tod. Mehr als die Hälfte sind Kinder. Ihr Ziel: das Nachbarland Bangladesch. Dort angekommen, erwarten sie überfüllte Flüchtlingscamps und chaotische Verhältnisse. Die Kindernothilfe engagiert sich vor Ort. Denn die verfolgten Rohingya erfahren im überforderten und bitterarmen Bangladesch wenig Unterstützung. Verantwortliche der Kindernothilfe-Partnerorganisation AMURT haben mit Menschen aus dem Lager gesprochen. Die Namen aller Personen wurden geändert.

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